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Meine Studie#6 - Der Hüpfer nach Ostern

Garrileo

Hallo liebe Schachfreunde, nachdem ich gestern leider keine Zeit zum Posten hatte, gibt es heute ein sowohl witziges als auch wichtiges Thema zu sehen - Studien mit Springern. Der Springer ist ja sowieso eine exzentrische Figur. Der Anfänger fragt sich: Warum zieht der Springer nicht einfach gerade wie eine Dame, ein Turm usw.? Deshalb kann dem Springer auch in Studien immer wieder erstaunliches gelingen, wie in folgender Studie:

Es kann allerdings auch vorkommen, dass Springer und Bauer gegen den "Nackten König" nur Remis machen:

Ein Bauer ist häufig dem Springer überlegen, wenn er schon weit vorgerückt ist:

Allerdings kann er auch zum Komplizen werden, wie im letzten Diagramm, das jetzt mal endlich wieder ein Rätsel ist:

Vielen Dank fürs Lesen und Lösen!

Garrileo

Das letzte Puzzle ist schon wieder defektangry.png.

chessplayer1111111111

ja leider aber der rest richtig gut wq.png

Achim_Lackner

Ein toller " Hüpfer " (Ohne Hase)

Garrileo

Der Hüpfer ist hier der Springerwink.png

chessplayer1111111111

tongue.png

BoB-8000

Was passiert wenn du in der Remis Variante den Springer auf E2 platzierst, damit er C1 deckt?

Der weiße König pendelt zwischen C1 und C2, damit der Schwarze könig nicht um seinen Bauern herum kann um ihn in eine Dame umzuwandeln. Die Idee ist jetzt das Feld C1 in dem Augenblick mit dem Pferd zu blockieren wo der König von C2 auf C1 will. Damit bleibt dem weißen König dann nichts weiter übrig als die Deckung aufzugeben, und der Schwarze König kann seinem Bauern platz machen.

 

Habe das gerade mal nachgebaut. Es ist davon abhängig wer am Zug ist. In deinem Beispiel ist Schwarz am Zug, und damit ist es Remis. Wäre weiß am Zug würde Schwarz gewinnen.

 

Ist Schwarz am Zug und es stehen beide auf der selben Farbe, ist es Remis. Ist Schwarz am Zug und es stehen beide auf unterschiedlichen Farben gewinnt Schwarz.

Falls weiß am Zug ist, ist es genau umgekehrt. Weiß hat Remis wenn die Farben unterschiedlich sind, und verliert, wenn die Farben gleich sind.

 

Wichtig/Nachtrag: Die obige Farbrechnung geht davon aus, dass sich der weiße König bereits auf der C-Linie befindet. In Garrileos Beispiel beginnt der Weiße König allerdings auf der D-Linie. Da der weiße König auf Linie D startet und auf Linie C pendeln möchte hat er die Farbauswahl frei in der Hand. Damit kann er ein Remis erzwingen indem er nach C1 springt (Wie im Beispiel). Er könnte aber auch nach C2 springen und würde dann das Spiel verlieren.

(Außer er macht einen "Farbwechsel") - Geht aber auch nicht. Der König kann zwar von weiß auf weiß springen und damit die "Spingerfarbe" wieder wechseln. Klappt hier allerdings nicht weil er hierfür auf die B-Linie(von anderem König gedeckt) oder auf die C-Linie(König schwarz nach B, Bauer -> Dame) gehen müsste.

Garrileo

Danke für die ausführliche Analyse! Das hatte ich noch gar nicht gesehenwink.png

BoB-8000
Garrileo wrote:

Danke für die ausführliche Analyse! Das hatte ich noch gar nicht gesehen

 

Gern. Ganz so einfach wie ich es erklärt hatte war es auf einen zweiten Blick allerdings doch nicht. Habe meinen Beitrag noch einmal editiert. Jetzt sollte alles passen.

Garrileo
BoB-8000 hat geschrieben:
Garrileo wrote:

Danke für die ausführliche Analyse! Das hatte ich noch gar nicht gesehen

 

Gern. Ganz so einfach wie ich es erklärt hatte war es auf einen zweiten Blick allerdings doch nicht. Habe meinen Beitrag noch einmal editiert. Jetzt sollte alles passen.

Boah, scheinst ja ein richtiger Endspielfuchs zu sein! wk.png

BoB-8000
Garrileo wrote:
BoB-8000 hat geschrieben:
Garrileo wrote:

Danke für die ausführliche Analyse! Das hatte ich noch gar nicht gesehen

 

Gern. Ganz so einfach wie ich es erklärt hatte war es auf einen zweiten Blick allerdings doch nicht. Habe meinen Beitrag noch einmal editiert. Jetzt sollte alles passen.

Boah, scheinst ja ein richtiger Endspielfuchs zu sein!

 

Schön wärs. Ich hasse Endspiele!