Damen Grand Prix in München: Kashlinskaya gewinnt am "Tag der Remis" ihre erste Partie
Kashlinskaya ist die einzige Siegerin der fünften Runde. Foto: David Llada/FIDE.

Damen Grand Prix in München: Kashlinskaya gewinnt am "Tag der Remis" ihre erste Partie

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| 1 | Berichterstattung von einem Schach-Event

Die Polin Alina Kashlinskaya hat in der fünften Runde des FIDE Damen Grand Prix in München gegen Mariya Muzychuk ihre erste Partie bei diesem Turnier gewonnen. 

Alexandra Kosteniuk hat ihre Komfortable Tabellenführung durch ein Remis gegen Harika Dronavalli verteidigt und auch die beiden deutschen Spielerinnen Elisabeth Pähtz und Dinara Wagner haben den letzten Tag vor dem Ruhetag ohne Niederlage überstanden.

Wollt Ihr das Turnier live mitverfolgen?
Alle Partien des Damen Grand Prix findet Ihr hier auf unserer Event-Seite. Die Runden beginnen jeden Tag um 15.00 Uhr.


Harika versuchte vergeblich, den Rückstand auf Kosteniuk zu verkürzen. Foto: David Llada/FIDE.

Harika Dronavalli hat es als erste Spielerin geschafft, gegen Alexandra Kosteniuk nicht zu verlieren. Die indische Großmeisterin verschaffte sich aufgrund ihrer zentralisierten Figuren und ihrer besseren Bauernstruktur aus der Eröffnung heraus einen bequemen Vorteil und gewann im Mittelspiel sogar zwei Bauern - und beides waren Freibauern! Im letzten Moment fand Kosteniuk aber ein Gegenspiel am Königsflügel und konnte sich mit einem Dauerschach in ein Remis retten.

In der fünften Runde gab es nur einen Sieg und dieser gelang Alina Kashlinskaya gegen Mariya Muzychuk. Nachdem die Polin bereits in der Eröffnung einen Bauern verloren hatte, kämpfte sie sich zurück und begann ihre Figuren auf den weißen Königsflügel zu richten. Nach einem ungenauen Zug von Muzychuk entdeckte Kashlinskaya eine Taktik, mit der sie die Partie gewann.

Der einzige Sieg des Tages ist natürlich auch unsere Partie des Tages und Großmeister Rafael Leitao kommentiert sie für uns:

Nach der Partie war Kashlinskaya sichtlich erleichtert und sagte: "Ja, es war ein langer und harter Kampf mit vielen Emotionen, weil ich offensichtlich aus der Eröffnung heraus auf Verlust stand."

Humpy Koneru hatte sich in der Eröffnung ebenfalls einen guten Vorteil erspielt und konnte dadurch im Mittelspiel einen Bauern gewinnen. In einem Endspiel mit Minusbauern konnte ihre Gegnerin Nana Dzagnidze aber mit einem Qualitätsopfer einen starken Freibauern schaffen, der ihr genügend Gegenspiel für ein Remis gab.

Dzagnidze sicherte sich durch ein klasse Qualitätsopfer ein Remis. Foto: David Llada/FIDE.

Tan Zhongyi und Dinara Wagner lieferten sich einen Kampf mit vielen Auf und Abs. Tan konnte in einer katalanischen Eröffnung schon früh einen großen Druck auf Dinaras Damenflügel ausüben und stand klar besser, aber durch ein seltsames Bauernopfer am Königsflügel schenkte sie ihren Vorteil wieder her. Gerade als Dinara dann die Initiative zu übernehmen schien, neutralisierte Tan die Partie mit einem Dauerschach.

Dinara Wagner scheint nach ihrem zweiten Remis in Folge im Turnier angekommen zu sein. Foto: David Llada/FIDE.

Weder Anna Muzychuk noch Zhu Jiner konnten sich in einem Taimanov-Sizilianer jemals einen Vorteil erspielen. Als sich im Zentrum Linien öffneten, tauschten sie dort einen Großteil der Figuren und beendeten die Partie nach 38 Zügen. Noch ereignisloser verlief die Sveshnikov Partie zwischen Zhansaya Abdumalik und Elisabeth Pähtz, die bereits nach 30 Zügen mit einem Dauerschach endete. 

Die Kreuztabelle vor dem Ruhetag

Alle Partien der 5. Runde

Der FIDE Damen Grand Prix besteht aus vier Turnieren. Das zweite davon wird vom 1. bis zum 14. Februar in München gespielt. Das Format ist ein Rundenturnier für 12 Spielerinnen. Die Bedenkzeit beträgt 90 Minuten für die ersten 40 Züge, 30 Minuten für den Rest der Partie und einem Inkrement von 30 Sekunden pro Zug. Der Preisfonds bei diesem Turnier beträgt 80.000 Euro.

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