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Ilyumzhinov will 2018 erneut als FIDE Präsident kandidieren

Ilyumzhinov will 2018 erneut als FIDE Präsident kandidieren

Kirsan Ilyumzhinov gab heute gegenüber Chess.com bekannt, dass er 2018 wieder als FIDE Präsident kandidieren wird.

"Eine Milliarde Menschen sollen Schach spielen" bleibt weiterhin sein Motto.

"Ich habe heute über alles was passiert ist nachgedacht und mich daraufhin entschieden für eine weitere Amtszeit als FIDE Präsident zu kandidieren" sagte Ilyumyhinov am Dienstag zu Chess.com "Ich will weiterhin daran arbeiten, die Schachwelt zu vereinen, und ich will mein Ziel erreichen, dass eine Milliarde Menschen auf der Welt Schach spielen."

Foto: Maria Emelianova.

Ilyumzhinov's Entscheidung kommt eine Woche nach der ausserordentlichen Vorstandssitzung, die am 10. April in Athen stattfand. Dort bestätigten die anderen Vorstandsmitglieder erneut, dass eine erneute Kandidatur Ilyumzhinovs höchst problematisch wäre, wenn die Sanktionen der USA gegen seine Person nicht aufgehoben werden sollten. 

Kurz nach dieser Sitzung gab der stellvertretende FIDE Präsident Georgios Makropoulos auch eine Erklärung gegenüber Chess.com ab:

"Es ist vollkommen klar, dass wir ein großes Problem wegen dieser Sanktionen haben. Viele westliche Sponsoren wollen nicht mit der FIDE zusammenarbeiten, solange die Sanktionen gegen den FIDE Präsidenten bestehen. Und ich denke nicht, dass die Sanktionen aufgehoben werden," sagte er.

Ilyumzhinov bleibt dagegen optimistisch. "Ich habe meine Beziehungen und ich habe meine Anwälte. Ich werde mit allen sprechen und ich bin zu 100% davon überzeugt, dass wir für die momentanen Probleme eine Lösung finden werden."

Die Vorstandsitzung in Athen fand statt, nachdem Ilyumzhinov bei einer Vorstandssitzung zwei Wochen zuvor angeblich seinen Rücktritt erklärt hatte. Dies haben mehrere Vorstandsmitglieder bestätigt und es wurde so auch auf der Internetseite der FIDE veröffentlicht, aber dann dementierte Ilyumzhinov diesen Rücktritt.

Die Vorstandssitzung am 10. April in Athen verlief entgegen aller Erwartungen erstaunlich harmonisch. Es wurde beschlossen, dass Ilyumzhinov weiterhin FIDE Präsident bleibt, aber mit weniger Machtbefugnis als zuvor ausgestattet wird.

Bis zu den nächsten Wahlen 2018 kann Makropoulos die FIDE nun offiziell repräsentieren und die Vorstandssitzungen, die Generalversammlung und den Verwaltungsrat leiten.

Im Zeitraum zwischen den beiden Vorstandssitzungen wurden eine Reihe von Offenen Briefen veröffentlicht. In einem davon versprach Ilyumzhinov eine 30 Millionen Dollar Investition in den Schachsport.

Als er nach der 20 Millionen Dollar Investition gefragt wurde, die er 2014 in Tromsø angekündigt hatte, behauptete der FIDE Präsident, dass dieses Geld für die Organisation von Top-Turnieren ausgegeben worden wäre. "Seit 2014 habe ich mehrere Grand Prix, Kandidatenturniere und Weltmeisterschaften organisiert oder unterstützt."

Ilyumzhinov schließt nicht aus, nach 2018 auch weiterhin mit Makropoulos zusammenzuarbeiten. "Ich bin offen für alles. Ich bin ein Buddhist," sagte er.

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Kirsan Ilyumzhinov. | Foto: David Llada.


Update 19. April

Makropoulos kommentierte einige von Ilyumzhinov's Aussagen. Über die 20 Millionen Dollar, die angeblich für Top Events ausgegeben worden sind, sagte er: "Ich glaube, dass weder Garry Kasparov, der der FIDE 10 Millionen Dollar versprochen hat, noch Kirsan, der diese Summe auf 20 Millionen verdoppelte, von diesem Geld die Kosten für eine Weltmeisterschaft bezahlt haben, denn für diese Kosten hat die FIDE mit Agon einen Sponsor und Geschäftspartner."

Über die US Sanktionen sagte er: "Bei der letzten Vorstandssitzung haben die Teilnehmer einstimmig beschlossen, dass Kirsan bei den nächsten Wahlen nicht mehr kandidieren soll. Diese Meinung wurde schon von einigen Vorständen bei der Vorstandssitzung 2016 in Baku vertreten. Außer von mir selbst auch von Israel Gelfer und Jorge Vega.

"Um genau zu sein kenne ich kein einziges Vorstandsmitglied mit Stimmrecht, das eine andere Meinung hätte. Niemanden. Es ist also eher unwahrscheindlich, dass irgendjemand Kirsan bei den nächsten Wahlen unterstützen würde."

"Leider sind die US Sanktionen ja nicht das einzige Problem, sondern auch seine Lügen über die Vorstandsitzung am 26. März, die er in der russischen Presse verbreitet hat."

Zu Ilyumzhinovs erneuten Kandidatur als FIDE Präsident sagte Makropoulos: "Ich wünsche ihm viel Glück."


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