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Aronian führt beim Grenke Open

Aronian führt beim Grenke Open

Hou Yifan verpasste heute beim Grenke Chess Classic ein Remis und verlor stattdessen ein lehrreiches Endspiel gegen Maxime Vachier-Lagrave. Der neue Tabellenführer ist Levon Aronian, der gegen Matthias Bluebaum gewinnen konnte.

Levon Aronian, der neue Tabellenführer beim Grenke Open | Foto: Georgios Souleidis.

Hou hatte bereits fantstische 2.5 von 3 möglichen Punkten geholt, was besonders beeindruckend war, da sie schon gegen die Topgesetzten Carlsen und Caruana gespielt hatte. Während sie aber in Karlsruhe ungeschlagen blieb, verlor sie gleich ihre erste Partie in Baden-Baden, wo die letzten 4 Runden des Turniers gespielt werden.

Aus einer spanischen Eröffnung heraus erreichten die beiden Spieler ein Endspiel - jedoch nicht das typische für diese Eröffnung. In dieser Partie stand Weiß, dank eines Läufers gegen eines Springers und der gesünderen Bauernstruktur, etwas besser.

Maxime Vachier-Lagrave fühlte wohl, dass er nicht die allerbesten Züge spielte und gleichzeitig verteidigte sich Hou sensationell. Im 53. Zug versuchte der Franzose einmal mehr den entscheidenden Vorteil zu erlangen und Hou fand das theoretische Remis nicht, welches sie auf diesen Zug erreichen hätte können und das Dejan Bojkov gleich erklären wird.

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Die erste Niederlage für Hou Yifan. | Foto: Georgios Souleidis.

Levon Aronian nutzte diese Gelegenheit und übernahm dank seines Sieges über Matthias Bluebaum die alleinige Tabellenführung. 

Die Armenische Kombination aus Chebanenko Slawisch (mit einem frühen ...a6) und dem Schlechter System (...c6, ...d5 und ...g6), was er bahauptete auf dem Brett gefunden zu haben, war ziemlich erfolgreich, denn Bluebaum spielte die Eröffnung viel zu langsam. Sein Zug 11.h3 war laut Aronian "leichtsinnig" und Bluebaum fand noch deutlichere Worte über diesen Zug. "Natürlich hätte ich nach h3 auch besser weiterspielen können, aber ich habe mich über diesen Zug so geärgert, dass ich die Konzentration verlor..."

Aronian erreichte das Schwerfiguren-Endspiel mit einem Mehrbauern. "Es gibt immer Remischancen aber wenn Du auch noch wenig Zeit hast..." (Aronian). Und genau dies war der Fall bei Bluebaum, der übrigends gestern, am Ruhetag, seinen 20. Geburtstag feierte.

"Ich habe versucht Peter Svidler's Stil zu spielen. Also nicht zu denken, sondern einfach zu ziehen. Es hat funktioniert" sagte Aronian.

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Aronian führt mit 3 von 4 möglichen Punkten. | Foto: Georgios Souleidis.

Magnus Carlsen und Fabiano Caruana erreichten ein eher friedliches Remis, dass aus einer russischen Eröffnung entstand. Carlsen streut diese Eröffnung immer wieder in sein Repertoire ein, zum Beispiel gegen Varuzhan Akobian in der PRO Chess League.

Caruana war davon nicht überrascht. "Ich sah mir kurz 8...Le6 an. Nicht mehr als 5 Minuten." Dies war genug um genauer als Carlsen zu rechnen. Carlsen übersah Caruana´s Antwort auf 15.Sb5 und Carlsen nannte diesen Zug später sogar einen groben Schnitzer. Danach spielten beide Spieler auf Remis.

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Das letzte mal, dass Carlsen mit 4 Remis in ein Turnier startete war in Wijk aan Zee 2016. Dort legte er dann mit 3 Siegen nach. | Foto: Georgios Souleidis.

Die längste Partie war auch die dramatischte. Arkadij Naiditsch überspielte Georg Meier in einem London System und erreichte eine gewonnene Endspiel Stellung. Er sah sogar die Gewinnvariante, die mit 34.Ke1 beginnt, aber verwechselte dann die Zugreihenfolge und lies Meier entkommen. Eine wahre Houdini Vorstellung von Meier.

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Naiditsch-Meier, die interessanteste Partie der vierten Runde. | Foto: Georgios Souleidis.

2017 Grenke Chess Classic | Round 4 Standings

# Land Name ELO Lstg 1 2 3 4 5 6 7 8 Pkt SB
1 Aronian,Levon 2774 2914 ½ 1 ½ 1 3.0/4
2 Caruana,Fabiano 2817 2792 0 1 ½ 1 2.5/4 4.50
3 Hou,Yifan 2649 2858 1 ½ 0 1 2.5/4 4.50
4 Naiditsch,Arkadij 2702 2807 0 1 ½ 1 2.5/4 3.00
5 Carlsen,Magnus 2838 2719 ½ ½ ½ ½ 2.0/4 4.25
6 Vachier-Lagrave,Maxime 2803 2690 0 1 0 1 2.0/4 3.00
7 Meier,Georg 2621 2545 ½ 0 0 ½ 1.0/4
8 Bluebaum,Matthias 2634 2442 0 0 ½ 0 0.5/4

Das Grenke Classic ist ein Turnier bei dem 8 Spieler gegeneinander antreten und jeder gegen jeden eine Partie spielt. Die Bedenkzeit beträgt 100 Minuten für 40 Züge, dann 50 Minuten für weitere 20 Züge und schließlich noch 15 Minuten für den Rest der Partie. Zusätzlich gibt es 30 Sekunden pro Zug. Ein Remis vor dem 40. Zug anzubieten ist nicht erlaubt.

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Hier ist ein Video des Turnierveranstalters mit den Höhepunkten der vierten Runde:


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