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Torch - Die neue Nummer 2 unter den Schach-Engines

Torch - Die neue Nummer 2 unter den Schach-Engines

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Torch ist eine brandneue Schach-Engine, die von Grund auf von führenden Schach-Engine-Entwicklern entwickelt wurde. Das Team besteht aus: Andrew Grant (Ethereal), Finn Eggers & Kim Kåhre (Koivisto), Jay Honnold (Berserk) und Michael Whiteley & Dietrich Kappe (Dragon). Mark Lefler und Larry Kaufman waren bei dem Projekt als Berater tätig.

Viele Mitglieder dieses Teams haben schon lange davon geträumt, ihre Kräfte zu bündeln, um eine Engine zu entwickeln, die den Besten auf dem Markt Paroli bieten kann. Durch die Unterstützung und Finanzierung von Chess.com haben wir genau das geschafft. Eine einzige gemeinsame Anstrengung unserer Entwickler hat es uns ermöglicht, eine neue Engine zu entwickeln, die bei der Chess.com Computer Chess Championship sofort den zweiten Platz belegt hat. Unser Ziel ist es aber, die Nummer 1 zu werden.

Torch engine  Chesscom

Bei der Entwicklung von Torch wurden vielen Open-Source-Tools, darunter pytorch-nnue, Cutechess und OpenBench, verwendet. Obwohl Torch ohne diese Tools nicht so leistungsfähig wäre wie heute, ist der gesamte Quellcode von Torch ein Originalwerk, bei dem kein Code einer anderen Engine verwendet wurde.

Torch ist noch nicht öffentlich verfügbar, wird aber bestimmten relevanten Dritten zum Test zur Verfügung gestellt. In Zukunft wird Chess.com Torch für die Analysefunktion verwenden. Das Team hofft, neue Ideen in die Engine einbringen zu können, um der Schachgemeinschaft bessere Erkenntnisse zu liefern. Schach ist ein unendlich faszinierendes Spiel und unser Ziel ist es, noch tiefer in die Tiefe vorzudringen.

- Das Torch Team

Hier seht Ihr einige Partien, die Torch bei der Computer Chess Championship unter dem Namen "Mystery" gespielt hat. All diese unglaublichen Siege gegen Ethereal, Komodo Dragon und Leela Chess Zero wurden von Großmeister Rafael Leitao analysiert.

Da die meisten Schach-Engines so stark sind, gibt es bei Partien, die mit der regulären Anfangsstellung beginnen, zu viele Remis. Die ersten 8 Züge jeder Partie stammen also aus einem "Eröffnungsbuch mit unausgeglichenen Stellungen", das Weiß einen leichten Vorteil gibt. Weiß muss dann versuchen, den kleinen Vorteil in einen Sieg zu verwandeln, während Schwarz verteidigen muss. Danach wird die gleiche Stellung mit vertauschten Farben gespielt.

In der ersten Partie opferte Weiß zuerst in der Eröffnung eine Figur und begann danach, den Angriff mit einer Reihe tiefer prophylaktischer Züge vorzubereiten:

Auch hier opferte Weiß eine Figur, konnte dafür aber einen Bauern auf e7 etablieren, der die schwarze Stellung völlig lähmte. Irgendwann musste Schwarz die Figur zurückgeben, aber der Bauer stand weiterhin auf e7:
In der dritten Partie fand Torch ein wirklich außergewöhnliches Damenmanöver.
Zum Abschluss noch eine elegante Mattkombination:

The Big Greek" Georgios Souleidis hat die Engine schon getestet und einen "Testbericht" veröffentlicht:

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