Blog jetzt mal in Deutsch

Die_Schanze
Die_Schanze
Nov 17, 2015, 9:48 AM |
0

Chess.com ist eine tolle Plattform. Selbstverständlich dominiert das englischsprachige, was ich meistens auch gut verstehe, aber nicht immer wirklich gut schreiben kann. Auch im deutschen mache ich sicherlich Rechtschreib- und Grammatikfehler, die aber hoffentlich nicht so schlimm und sinnverzerrend wie im englischen sind.

So, was sind meine Themen:

Erstens sehe ich mich selbst als ein Spieler, der sein volles Potential noch nicht ausgeschöpft hat. Mit mal mehr und mal weniger Aufwand versuche ich mich zu verbessern. Dabei kann mehr Aufwand durchaus auch mal bedeuten, dass dieser völlig fehlgeleitet ist.

Immerhin bescheinigt der anerkannte Autor und Trainer IM Jeremy Silman in seinem Artikel http://www.chess.com/article/view/how-to-improve-your-game, dass wir Spieler mit unter 2100 massive Löcher in allen Bereichen haben und wie wir die wesentichsten Dinge in unseren eigenen Partien erkennen können.

Allgemein sind seine Artikel hier auf chess.com sehr lesenswert. Auch der heutige Artikel über die "Kunst sich selbst zu schlagen" http://www.chess.com/article/view/the-art-of-beating-yourself schlägt in die gleiche Kerbe, aus seinen Partien zu lernen.

Dafür sind zwei Dinge essentiell: Überhaupt erst einmal eine nennenswerte Zahl an Partien spielen und diese dann auch hinterher noch einmal anschauen bzw. analysieren. Das lässt bei mir manchmal auch zu wünschen übrig. Allerdings habe ich nun einen deutlich stärkeren Spieler im Verein gefunden, der am Vereinsabend gerne Partien analysiert. Da konnte ich mir schon einiges abschauen. Wenn ich konsequent meine Partien mitbringe, kommen da auch regelmäßig Eindrücke und Verbesserungen bei rum. Ein FM-Trainer wäre natürlich noch besser.


Mein zweiter wesentlicher Punkt ist es, selber auch etwas an schwächere Spieler weiter zu geben. Auf meine aktuellen 1750 DWZ / 1800 Elo wäre ich ohne stärkere Spieler, an denen ich mich orientieren konnte, nicht gekommen. Da möchte ich auch nicht lernwillige Spieler im Verein allein lassen, die aktuell noch deutlich spielschwächer als ich sind. 

Meine Hauptzielgruppe sind da sicherlich Spieler unter 1200 DWZ. Wenn ich Training im Verein anbiete, versuche ich die Inhalte auf eine Gruppe erwachsener Spieler mit ca. 1000-1300 DWZ zuzuschneiden. Die schwächsten Spieler dabei haben immer etwas zu knabbern, für die stärksten ist einiges einfach und selbstverständlich.

Die nächste Lektion für diese Spieler in voraussichtlich 2 Wochen wird sich um die Lehren aus den eigenen Partien drehen. Analysieren ist da immer etwas zu hoch gegriffen, da diese Spieler alleine gar nicht zu einer vernünftigen Analyse in der Lage sind. Manche werfen ihre Partieformulare immer weg, andere meinen, dass die Analyse das eingeben in den Rechner und Knöpfchen drücken bedeutet. 

Allerdings ersetzen meine gelegentlichen Hinweise garantiert nicht die Arbeit eines richtigen Trainers. Wer richtig voran kommen will, sollte sich einen solchen suchen.