Aronian steht eine Runde vor Ende als Sieger der Grenke Open fest

Aronian steht eine Runde vor Ende als Sieger der Grenke Open fest

Levon Aronian erzielte seinen vierten Sieg in Folge und hat somit 5 von 6 möglichen Punkten erreicht. Damit steht er vorzeitig als Sieger der Grenke Chess Classics fest, denn alle anderen Partien der sechsten Runde endeten Remis.

Turniersieger Levon Aronian. | Foto: Grenke Chess Classic.

"Er hat zwei Monate keine Figur angefasst und dadurch seine Inspiration zurückgewonnen," twitterte Schach-Fotograph David Llada. Llada und Aronian leben beide in San Sebastian und sind eng befreudet.

Aronian's letzes Turnier war im Februar in Sharjah, und er erzielte dort nur enttäuschende 4 von 9 möglichen Punkten. Nach diesem desaströsen Auftritt entschied sich der Armenier eine Auszeit vom Schach zu nehmen und diese Auszeit hat sich offensichtlich ausgezahlt: Er präsentierte sich diese Woche in einer hervorragenden Verfassung und gewann das Turier sogar vorzeitig.

An interview with Levon Aronian wurde von Eric van Reem interviewed.

Today he got an early grip on the position against Hou Yifan, but "my opponent defended very well," Aronian credited his opponent. He had a typical explanation for his trade on move 31, vintage Aronian:

"I was sure that it should be winning. It's best just to cash in and play quickly. Svidler's strategy. Make a decision but do it quickly."

Asked how he knows when to cash in, Aronian said: "It doesn't matter, as long as it's quick. If there are decisions then normally you regret. But if you do it quick, you didn't see any other opportunities for you."

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Magnus Carlsen schaffte es zum zweiten Mal in diesem Turnier die gesamte Aufmerksamkeit vor einer Runde auf sich zu ziehen. Dieses Mal aber nicht wegen seiner Brille, sondern wegen seiner Frisur.

Seine Haare haben mittlerweile eine beträchtliche Länge erlangt und heute hat er sie ...... einfach garnicht gestylt. Seine Frisur war einfach nur ein Chaso und das Thema des Tages auf Twitter.

Carlsen hatte dafür folgende Erklärung: "Ich war gestern in einem SPA und das Wasser dort zerstörte einfach meine Haare. Ich habe gerade gelernt, dass es auch ein Problem sein kann, viele Haare zu haben, und wenn man sie nicht pflegt, dann sehen sie so aus, wie sie heute aussehen: Schrecklich!"

Alle modebewussten Schachfans müssen sich aber keine Sorgen machen, denn er fügte hinzu: "Ich habe einen Plan. Das Problem wird in Kürze gelöst sein."

Nachdem er gestern seine erste Partie des Turniers gewonnen hatte, spielte er heute gegen Arkadij Naditisch wieder Remis. Die Eröffnung spielt auch Baadur Jobava sehr gerne und Aronian stellte sogar einige Gemeinsamkeiten mit einer alten Partie von Capablanca fest.

Am Ende des Tages konnte Fabiano Caruana gegen Matthias Blübaum nicht gewinnen, und somit stand Aronian vorzeitig als Turniersieger fest. Blübaum stand nach einem angenommenen Damengambit mit den weißen Figuren etwas schlechter als sein Gegenüber und verlor dann noch einen Bauern, konnte sich aber in ein Remis retten.

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Die längste Partie des Tages endete mit einem Endspiel: Turm & Springer gegen Turm. | Foto: Georgios Souleidis.

Die Partie Maxime Vachier-Lagrave gegen Georg Meier war hauptsächlich wegen der Eröffnung interessant. In seiner Lieblingseröffnung, der Rubinstein Variante der französischen Verteidigung, präsentierte Meier eine exzellente Neuerung.

"In dem Moment, in dem ich bei meiner Analyse zu Hause erkannt hatte, dass Lc5 sehr stark ist, war ich mir sicher, dass ich diesen Zug einmal gegen einen sehr starken Spieler benutzen könnte, denn es sieht sehr widersprüchlich aus, den Läufer ein zweites Mal zu ziehen, während meine Dame noch garnicht gezogen hat", sagte Meier.

Warum hat noch nie jemand 12...Lc5 gezogen? "Weil es selbst für Computer total unlogisch aussieht. Diesen Zug entdeckt zu haben ist wie einen Schatz gefunden zu haben" sagte Meier.

Eric van Reem führte ein Interview mit Georg Meier, der gestand, dass er in einem Monat seine Master-Arbeit abliefern muss, aber zu einer Turnier-Einladung wie dieser einfach nicht Nein sagen konnte.

2017 Grenke Chess Classic | Tabelle nach der 6. Runde

# Land Name Rtg Lstg 1 2 3 4 5 6 7 8 Pkt SB
1 Aronian,Levon 2774 2987 ½ 1 1 1 ½ 1 5.0/6
2 Carlsen,Magnus 2838 2758 ½ ½ ½ ½ 1 ½ 3.5/6 9.50
3 Caruana,Fabiano 2817 2767 ½ 0 ½ 1 1 ½ 3.5/6 8.50
4 Hou,Yifan 2649 2747 0 ½ 1 0 1 ½ 3.0/6 7.50
5 Vachier-Lagrave,Maxime 2803 2700 0 ½ 1 0 ½ 1 3.0/6 7.00
6 Naiditsch,Arkadij 2702 2747 0 ½ 0 1 ½ 1 3.0/6 7.00
7 Meier,Georg 2621 2573 ½ 0 0 0 ½ ½ 1.5/6 5.50
8 Bluebaum,Matthias 2634 2573 0 ½ ½ ½ 0 0 1.5/6 5.00

Das Grenke Classic ist ein Turnier bei dem 8 Spieler gegeneinander antreten und jeder gegen jeden spielt. Die Bedenkzeit beträgt 100 Minuten für 40 Züge, dann 50 Minuten für weitere 20 Züge und schließlich noch 15 Minuten für den Rest der Partie. Zusätzlich gibt es 30 Sekunden pro Zug. Ein Remis vor dem 40. Zug anzubieten ist nicht erlaubt..

Games from TWIC.

Hier ist ein Video des Turnierveranstalters mit den Höhepunkten der sechsten Runde:


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