Keymer scheidet aus, Donchenko und Svane in Runde 5
Der zweitplatzierte GM Arjun Erigaisi ist der einzige offizielle Top-10-Spieler, der im FIDE Weltcup 2025 verbleibt, nachdem er GM Peter Leko mit 2:0 im Tiebreak der vierten Runde besiegt hat. GM Daniil Dubov besiegte den Zweitplatzierten von 2023, GM Praggnanandhaa Rameshbabu, während GM Andrey Esipenko GM Vincent Keymer bezwang, dessen FIDE-Kandidatenhoffnungen sich in Luft aufgelöst haben. Auch die GMs Maxime Vachier-Lagrave und Richard Rapport unterlagen den GMs Alexey Grebnev bzw. Sam Shankland, während sieben 2700-Spieler das Turnier verließen.
Im Turnier verbleiben zwei deutsche Großmeister: GM Frederik Svane setzte sich im Tiebreak durch und erreichte gemeinsam mit GM Alexander Donchenko, der am Vortag GM Matthias Blübaum besiegt hatte, die fünfte Runde. Für das deutsche Schach ist das ein bemerkenswertes Ergebnis – erstmals stehen zwei Spieler unter den letzten 16 des Weltcups.
Von den verbleibenden Spielern hat nur GM Levon Aronian schon einmal am Kandidatenturnier teilgenommen, aber er trifft als nächstes auf Arjun.
Partie eins der fünften Runde findet am Freitag, 14. November, ab 10:30 Uhr MEZ statt.
Runde 4 Resultate
In den elf Tiebreaks der vierten Runde schieden zahlreiche Topgesetzte aus.
| Nation | Spieler 1 | Rating | - | Nation | Spieler 2 | Rating | P1 | P2 | TB |
| Frederik SVANE (64) | 2640 | - | Shant Sargsyan (33) | 2664 | ½-½ | ½-½ | 1.5-0.5 | ||
| Peter Leko (34) | 2660 | - | ARJUN Erigaisi (2) | 2769 | ½-½ | ½-½ | 0-2 | ||
| Praggnanandhaa (3) | 2768 | - | Daniil DUBOV (30) | 2674 | ½-½ | ½-½ | 0.5-1.5 | ||
| Matthias Bluebaum (29) | 2680 | - | Alexander DONCHENKO (61) | 2641 | ½-½ | 0-1 | |||
| Pranav V (60) | 2641 | - | Nodirbek YAKUBBOEV (28) | 2689 | ½-½ | 0-1 | |||
| Andrey ESIPENKO (27) | 2681 | - | Vincent Keymer (6) | 2773 | ½-½ | ½-½ | 3-1 | ||
| WEI Yi (7) | 2753 | - | Parham Maghsoodloo (26) | 2701 | ½-½ | ½-½ | 4-2 | ||
| Alexey Sarana (40) | 2675 | - | Jose MARTINEZ (57) | 2644 | 0-1 | ½-½ | |||
| Nils Grandelius (56) | 2661 | - | Pentala HARIKRISHNA (24) | 2690 | ½-½ | ½-½ | 0.5-1.5 | ||
| Samuel SEVIAN (23) | 2701 | - | Lorenzo Lodici (119) | 2572 | ½-½ | ½-½ | 5-4 | ||
| Vachier-Lagrave (11) | 2740 | - | Aleksey GREBNEV (86) | 2617 | ½-½ | ½-½ | 0.5-1.5 | ||
| Awonder Liang (21) | 2701 | - | Gabriel SARGISSIAN (76) | 2616 | ½-½ | ½-½ | 0.5-1.5 | ||
| Liem LE (13) | 2729 | - | Karthik Venkataraman (109) | 2576 | ½-½ | 1-0 | |||
| Sam SHANKLAND (46) | 2649 | - | Richard Rapport (14) | 2740 | ½-½ | ½-½ | 2-0 | ||
| Levon ARONIAN (15) | 2728 | - | Radoslaw Wojtaszek (47) | 2660 | 1-0 | ½-½ | |||
| Yu Yangyi (17) | 2726 | - | Javokhir SINDAROV (16) | 2721 | ½-½ | ½-½ | 0.5-1.5 |
Partien, Ergebnisse und Bracket.
15-Minuten-Partien: Pragg, MVL, Rapport scheitern
Mit 11 Matches im Tiebreak war es schwer, etwas anderes zu erwarten als einen langen Tag im Büro.

Das ist es, was wir letztendlich bekommen haben, aber die ersten Partien waren brutal. Acht der 11 Tiebreak-Matches waren nach zwei Partien von 15+10 Schach vorbei, und in diesen Matches konnten nur drei Favoriten gewinnen.
Einer von ihnen war der an Nummer zwei gesetzte Arjun, der gegenüber IM Rakesh Kulkarni von Chess.com sagte: „Es war gut, gegen jemanden aus der vorherigen Generation zu spielen.“ Arjun lobte den 46-jährigen Leko für seine „Klasse“ und sein Schachverständnis in den klassischen Partien, konnte aber im Schnellschach die Oberhand gewinnen, als Leko das Bauernopfer 17.h4?! wählte.

Arjun sagte, dass er sich an das entscheidende Detail erinnert hat - der einzige Zug war, den Bauern zu nehmen - und er blickte nicht mehr zurück, als er den Sieg davontrug.
Leko befand sich in einer Position, in der er unbedingt gewinnen musste, aber als er in der zweiten Partie mit Schwarz auf f7-f5 drängte, führte das nur zu einer weiteren schlechten Stellung und dann zu einem Turmendspiel mit Bauernverlust, das Arjun umsetzen konnte.
Der andere Sieg eines klaren Favoriten, GM Pentala Harikrishna, der GM Nils Grandelius mit 1,5-0,5 im Tiebreak besiegte, verlief alles andere als glatt, da Harikrishna sowohl in der zweiten klassischen als auch in der ersten Schnellschachpartie einen Patzer machte, aber überlebte. In der zweiten Schnellschachpartie zeigte er sich jedoch wieder von seiner besten Seite, als er mit 27.d6! e4 28.Nce5!! das Match für sich entscheiden konnte.
Der Sieg des an 16 gesetzten GM Javokhir Sindarov gegen den an 17 gesetzten GM Yu Yangyi ist auf dem Papier ein Favoritensieg, doch seit die Paarungen feststanden, lag Yu in der November-Ratingliste fünf Punkte vor seinem 19-jährigen Gegner (2726 vs. 2721). Das Match war so eng, wie es die Wertungszahlen vermuten lassen, wobei Sindarov in einem Endspiel mit Dame und einem Bauern mehr den Sieg errang, allerdings verlor Yu schließlich auf Zeit im 125.
Heartbreak for Yu Yangyi as he loses on time on move 125 of a queen endgame he had decent chances of holding! Javokhir Sindarov is through to play Frederik Svane in Round 5: https://t.co/0Tarp3V5dK pic.twitter.com/i4ieW83B7l
— chess24 (@chess24com) November 13, 2025
Herzschmerz für Yu Yangyi, der im 125. Zug eines Damenendspiels auf Zeit verliert, in dem er gute Chancen hatte, es zu halten! Javokhir Sindarov ist weiter und trifft in Runde 5 auf Frederik Svane. - chess24
Technisch gesehen war die Endstellung für Weiß gewonnen, obwohl die Wertung in den letzten 20 Zügen zwischen gewonnen und ausgeglichen geschwankt hatte.
Das bringt uns zu den Überraschungen, die einen großen Teil der Geschichte des Tages ausmachten. Eine davon schaffte ein anderer 19-Jähriger, Grebnev, der Vachier-Lagrave beiseite fegte, nachdem er in beiden Partien die Eröffnungsschlacht gewonnen hatte. Zumindest in der ersten Partie konnte der Franzose weiterkämpfen und war dem Überleben nahe, aber Grebnevs Druck machte sich letztendlich bezahlt. Nach 49.Bh6!! gab es keinen Weg zurück.
Vachier-Lagrave war in der vorherigen Runde zweimal gegen GM Vladislav Artemiev auf Verlangen zurückgekommen, aber dieses Mal passierte das Unglück. Er stolperte in eine Petroff- Variante, in der Grebnev ein sofortiges Remis erzwingen konnte, und genau das tat er auch.
19-year-old Alexey Grebnev knocks MVL out of the 2025 FIDE World Cup after Maxime walks into preparation for a 2nd game in a row! https://t.co/mz3gSF9Ch0 pic.twitter.com/fPcleOH3Fg
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Der 19-jährige Alexey Grebnev wirft MVL aus dem FIDE Weltcup 2025, nachdem Maxime zum zweiten Mal in Folge in die Vorbereitung läuft! - chess24
Noch brutaler war das Aus für die Nummer 15 der Welt Rapport, der gegen Shankland eine 0:2-Niederlage einstecken musste. Der US-Star betonte hinterher, dass er Rapport im klassischen und im Blitzschach durchaus Paroli bieten konnte, aber im Schnellschach „hat er mich einfach vom Brett gefegt, historisch gesehen“.
Doch dieses Mal entschied sich Rapport für einen schlechten Abtausch und landete in einem Endspiel, von dem Caro-Kann- (und Französisch-)Spieler laut GM David Howell nachts träumen, da die schwarzen Springer die weiße Verteidigung überwältigen.

Rapport gab bald auf, und in der zweiten Partie, in der er mit Schwarz gewinnen musste, wählte er eine Variante der Modernen Verteidigung, die der Computer bereits im 10. Zug als völlig verloren ansah. Manchmal zeigen solche Auswertungen nur, wie sehr Maschinen abstrakte Konzepte wie „Raum“ schätzen, aber in diesem Fall war es genau richtig. Rapport gab mit einem hilflosen Läufer auf h8 auf, den Shankland durch den Rückzug seines Turms auf d2 erobern wollte, um ihn nach h2 zu bringen.
Sam Shankland scores a crushing win to knock out Richard Rapport 2-0 in tiebreaks and will now play the winner of Pragg-Dubov in the Last 16 of the World Cup! https://t.co/ylhgpEWtCy pic.twitter.com/Bg49nOo9tm
— chess24 (@chess24com) November 13, 2025
Sam Shankland besiegt Richard Rapport mit 2:0 im Tiebreak und trifft nun im Achtelfinale des Weltcups auf den Sieger von Pragg-Dubov! - chess24
Der 21-jährige GM Frederik Svane schlug zuvor den Weltmeister Gukesh Dommaraju und besiegte danach den höher eingeschätzten GM Shant Sargsyan mit 1,5-0,5. Dies gelang ihm mit einem glatten positionellen Sieg in der ersten Schnellschachpartie, der an den Sieg seines deutschen Kollegen GM Alexander Donchenko am Vortag erinnerte.
Es war das Ende des Weges für GM Awonder Liang (2701), der gegen GM Gabriel Sargissian(2616) verlor, obwohl der armenische Star vor drei Jahren noch mit 2711 bewertet wurde. Die Niederlage war hart für Liang, der einen Angriff abwehrte, um ein Endspiel mit einem Bauern mehr zu erreichen, aber dennoch verlor, obwohl er das rettende Mittel 60...Bd8!!.. fand.
In der zweiten Partie hatte er kurzzeitig Chancen, aber Sargissian sicherte sich ein Remis.
Damit bleibt „nur“ noch die Niederlage von Praggnanandhaa, dem Zweitplatzierten von 2023 und der Nummer drei der Setzliste von 2025. Er verlor gegen Dubov, der an seiner etwas umstrittenen Strategie festhielt und mit den weißen Figuren in der ersten Partie ein Remis mit 12 Zügen erreichte.
Dubov sticks to his strategy, making a 12-move draw vs. Praggnanandhaa in the 1st 15-minute tiebreak game! https://t.co/sVrgtFmxKM pic.twitter.com/jWp7BygjSY
— chess24 (@chess24com) November 13, 2025
Dubov bleibt seiner Strategie treu und erreicht in der ersten 15-minütigen Tiebreak-Partie gegen Praggnanandhaa ein Remis nach 12 Zügen! - chess24
Später erklärte er:
Ich hatte eigentlich nichts dagegen zu spielen, es ist nur so, dass ich mit Weiß gegen jemanden, der so gut vorbereitet ist, nicht weiß, wie ich aus der Eröffnung herauskomme, ohne zu viel Risiko einzugehen, also habe ich meinen Freunden irgendwie gesagt, dass das die Strategie ist: Mit Weiß machen wir Remis, und mit Schwarz spielen wir richtig, weil er mit Weiß immer ambitioniert ist.
Er fügte hinzu: „Die Vorbereitung auf zwei klassische Partien gegen Pragg hat mich insgesamt etwa 10 Minuten mit dem Handy gekostet“, und fuhr mit dem Thema fort: "Wenn ich gegen Pragg antrete und er derjenige ist, der wahrscheinlich Tag und Nacht damit verbringt, sich Sachen anzuschauen, und es ihm trotzdem nicht gelingt, ein einziges Problem mit Weiß zu stellen. Vielleicht liegt es nicht an mir, sondern am Schach!"
In der zweiten Partie schien Praggnanandhaa aus der Eröffnung heraus einen Vorteil zu erlangen, aber als Dubov zurückschlug, geschah dies in einem brillanten Angriffsstil. Das ist unsere Partie des Tages, die GM Rafael Leitao analysiert hat.
Dubov knocks 2023 World Cup runner-up Praggnanandhaa out of the 2025 World Cup! Pragg will now likely qualify for the Candidates via the FIDE Circuit, which is bad news for all others players putting hopes in that route: https://t.co/YkC7jubgaQ pic.twitter.com/ohLINnwF2L
— chess24 (@chess24com) November 13, 2025
Dubov wirft den Weltcup- Zweitplatzierten von 2023, Praggnanandhaa, aus dem Weltcup 2025! Pragg wird sich nun wahrscheinlich über den FIDE-Zirkel für das Kandidatenturnier qualifizieren, was eine schlechte Nachricht für alle anderen Spieler ist, die auf diesen Weg hoffen. - chess24
Dieser Knockout war natürlich ein Schlag für Praggnanandhaa und seine vielen Fans in der Heimat...
Pragg is out! 💔#FIDEWorldCup pic.twitter.com/jxOwZtmDzJ
— Rakesh Kulkarni (@itherocky) November 13, 2025
Pragg ist raus! 💔 - Rakesh Kulkarni
...aber auch eine Reihe von Spitzenspielern, die sich noch Hoffnungen gemacht hatten, sich über den FIDE-Zirkel für das FIDE-Kandidatenturnier 2026 zu qualifizieren. Praggnanandhaa führt dort die Rangliste an und wird nun mit ziemlicher Sicherheit den einen angebotenen Platz einnehmen, wohingegen das Erreichen der letzten drei Plätze beim Weltcup das Rennen für andere eröffnet hätte.
Dubov wird nun gegen Shankland antreten und hat mehr erreicht, als nur ein Match zu gewinnen. Er kommentierte: „Jemand Besonderes wollte aus irgendeinem Grund, dass ich genau dieses Match gewinne, also bin ich froh, dass ich es geschafft habe.“
Someone beautiful wanted me to win this exact match badly for some reason, so I’m happy to deliver.
—Daniil Dubov
Drei Matches wurden nach zwei Remis in den 15-Minuten-Partien fortgesetzt: Keymer-Esipenko, Wei-Maghsoodloo und Sevian-Lodici.
10-Minuten-Partien: Esipenko schlägt Keymer
Das einzige Match, das im nächsten Satz endete, war wieder von großer Bedeutung. Der 20-jährige Keymer war in der Form seines Lebens und ging, nachdem er zur Nummer vier der Welt aufgestiegen war, als bestbewerteter Spieler in den Weltcup. Als er in der ersten 15-Minuten-Partie eine Traumstellung mit Läuferpaar gegen Esipenko aufbaute, sah es so aus, als hätte er gute Chancen auf ein Weiterkommen, aber der Vorteil verpuffte. Durch ein Remis ging das Match mit 10+10 weiter.
Diesmal gelang es Esipenko, mit den weißen Figuren einen Vorteil zu erlangen und in einem sehr kniffligen Turmendspiel einen Sieg zu erringen. Keymer befand sich plötzlich in einer Stellung, in der er gewinnen musste, und er hatte auch Chancen, aber er hatte bereits jeglichen Vorteil verloren, als er einen Doppelangriff patzte und plötzlich auf verlorenem Posten stand.
Esipenko pounces on a blunder to knock ratings favorite Keymer out of the 2025 FIDE World Cup! https://t.co/A173Yuw1dw pic.twitter.com/rNPm5Bqenn
— chess24 (@chess24com) November 13, 2025
Esipenko nutzt einen Patzer aus und wirft den Favoriten Keymer aus dem FIDE Weltcup 2025! - chess24
Für Keymer war es eine doppelt harte Niederlage, denn seine Hoffnungen auf das Kandidatenturnier 2026 sind nun so gut wie vorbei, nachdem Praggnanandhaa ebenfalls verlor.
5-Minuten-Partien: Wei Yi bezwingt Maghsoodloo
Die chinesische Nummer eins Wei ist die Nummer 11 der FIDE-Ratingliste vom November, aber auf Platz 10 der Live-Ratingliste und als siebter gesetzter Spieler in Goa der am höchsten gesetzte Spieler nach Arjun. Sein Match gegen Maghsoodloo war eine Tortur, nachdem er in der zweiten klassischen Partie einen Sieg verschenkt hatte.
Die 15-Minuten-Tiebreaks wurden in 105 und 59 Zügen Remis gespielt, während die 10-Minuten-Partien viel schneller waren, aber immer noch keinen Unterschied zwischen den Spielern ergaben. Das änderte sich in der ersten Fünf-Minuten-Partie, in der es so aussah, als ob Maghsoodloo in Führung gehen würde, bis ein Gewinnvorsprung verpuffte, nur um von Wei übernommen und gewonnen zu werden.
Maghsoodloo musste mit Schwarz gewinnen, aber stattdessen dominierte Wei die zweite Blitzpartie vollständig. Sie hatte ein kurioses Ende, denn nach 31.Ke4 spielte Maghsoodloo den illegalen Zug 31...Kg6?!?!. Wei schaute sich verwirrt um, während Maghsoodloo seinen Fehler erkannte, den König zurückzog, aber dann die Berührt-geführt-Regel völlig vergaß, da er stattdessen 31...h4 spielte.
Wei hätte die Uhr anhalten, einen Schiedsrichter rufen und ein paar Minuten auf der Uhr gewinnen können, aber er spielte die Gewinnstellung ruhig noch ein paar Züge lang aus.
There's briefly confusion as Maghsoodloo makes an illegal move in a hopeless position, but Wei Yi goes on to win — the no. 7 seed is the highest seed remaining after no. 2 Arjun! https://t.co/bnSxrLtTvC pic.twitter.com/Fpu6UfXfpu
— chess24 (@chess24com) November 13, 2025
Es herrscht kurz Verwirrung, als Maghsoodloo in einer aussichtslosen Stellung einen illegalen Zug macht, aber Wei Yi gewinnt weiter - die Nr. 7 ist der höchste verbliebene Setzplatz nach der Nr. 2 Arjun! - chess24
Ein so langer Kampf ist oft eine Belastung für die nächste Runde, aber in diesem Fall hatte Wei kein Problem, da sein Gegner in einem noch längeren Kampf, der bis zum Armageddon ging, entschieden werden würde.
Armageddon: Sevian beendet die unglaubliche Erfolgsserie von Lodici
Der 25-jährige italienische GM Lorenzo Lodici mit der Wertungszahl 2572 war einer der unerwarteten Stars des Weltcups in Goa, der die GMs Hans Niemann und Michael Adams ausschaltete. Sein Lauf endete schließlich in der vierten Runde, aber erst nach einem erstaunlichen Kampf.

Sevian gab nach der ersten 15-minütigen Partie zu: „Ich hatte großes Glück, dass ich mit einem Remis davongekommen bin“, während nach der zweiten die restlichen sieben Partien alle entscheidend waren. Die erste dieser Partien fasst das Match vielleicht am besten zusammen: Sevian erlangte einen Gewinnvorteil, fand sich dann auf verlorenem Posten wieder und kam dann mit einem fantastischen Damenopfer zurück, das perfekt funktionierte.
„Als er musste, spielte er zwei wirklich fantastische Partien“, sagte Sevian, als Lodici in der nächsten Partie zurückschlug, dann in Führung ging, dann von Sevian abgefangen wurde und nach der Niederlage in der ersten Drei-Minuten-Partie erneut zurückschlagen musste.
Incredibly Lodici wins on demand to force Armageddon! https://t.co/9C0IBBtNgh pic.twitter.com/Xtieu6N7Ku
— chess24 (@chess24com) November 13, 2025
Unglaublicherweise gewinnt Lodici, um das Armageddon zu erzwingen! - chess24
Es war eine wilde Angelegenheit, aber dann, nach sechs Siegen von Weiß, mussten die Spieler bieten, wie viel Zeit sie bereit wären zu spielen, um die schwarzen Figuren zu bekommen und nur ein Remis in der letzten Armageddon-Partie erreichen zu müssen. Sevian gewann mit einem Gebot von zwei Minuten und 41 Sekunden, und es erwies sich als eine gute Wahl, da Lodici trotz etwas mehr als vier Minuten auf der Uhr keinen Vorteil auf dem Brett erlangen konnte.
Nach 13.g4?! d4! schien es nur eine Frage der Zeit zu sein, bis Sevian den Sieg erringen würde.
It's the end of the road for World Cup hero Lorenzo Lodici as Sam Sevian wins in Armageddon to survive on a day when 7 of his fellow 2700-players fell! https://t.co/FKPCxhSB98 pic.twitter.com/pK29iUCvBU
— chess24 (@chess24com) November 13, 2025
Für den Weltcup-Helden Lorenzo Lodici ist der Weg zu Ende, denn Sam Sevian gewinnt im Armageddon und überlebt damit einen Tag, an dem 7 seiner 2700 Mitspieler gefallen sind! - chess24
Damit war es für Lodici vorbei, der der letzte verbliebene Spieler im Feld unter 2600 war. Er ist allerdings nicht der Einzige, denn nur drei der Top-14-Spieler sind noch im Rennen!

Die Tabelle für den weiteren Verlauf des Turniers ist bemerkenswert.
2025 FIDE Weltcup Bracket: Ab Runde 5

Drei Spieler werden sich für das FIDE-Kandidatenturnier qualifizieren, und für mindestens zwei von ihnen wird es das erste Mal sein, denn nur Aronian hat schon einmal an einem Kandidatenturnier teilgenommen. Er trifft in der fünften Runde auf Arjun, den härtesten möglichen Test, während im Viertelfinale mit Wei oder Sevian ein 2700-Spieler auf einen von ihnen wartet.
In der oberen Hälfte der Gruppe befinden sich nur zwei 2700-Spieler, der als 13. gesetzte GM Liem Le und der als 16. gesetzte Sindarov, so dass eine Reihe von Spielern, die vielleicht nicht damit gerechnet hätten, sich für die Kandidatenturniere zu qualifizieren, eine große Chance haben. Es gibt jedoch keine Pause, denn am Freitag beginnen die Partien der fünften Runde!
Du kannst die Veranstaltung auf Chess.com/TV verfolgen. Du kannst die Show auch auf Chess24, Twitch oder YouTube ansehen. Die Partien der Veranstaltung kannst du dir auf unserer Eventseite ansehen.
Die Live-Übertragung wurde von IM Steve Berger und WCM Katharina Reinecke moderiert .
Beim FIDE Weltcup 2025, der vom 1. bis 26. November in Goa, Indien, stattfindet, werden drei Plätze für das FIDE Kandidatenturnier 2026 vergeben. Es ist ein K.-o.-Turnier mit 206 Spieler:innen und acht Runden. Jedes Match besteht aus zwei klassischen Partien, gefolgt von Schnellschach- und Blitz-Tiebreaks, falls erforderlich. Das Preisgeld beträgt 2.000.000 $.
Vorherige Berichterstattung:
- Tag 10: Donchenko setzt seinen Siegeszug fort, Svane und Keymer in Tiebreaks
- Tag 9: Blübaum und Donchenko remisieren in rein deutschem Duell
- Tag 8: Vachier-Lagrave Wins Marathon Match In Armageddon
- Tag 7: Matthias Blübaum siegt, Frederik Svane Remis gegen Weltmeister
- Tag 6: Sechs Deutsche in Runde 3 nach Rasmus Svanes 9-Partien-Marathon
- Tag 5: Fünf Deutsche erreichen Runde 3, Kollars kämpft im Tiebreak um Duell mit Keymer
- Tag 4: Keymer, Blübaum gewinnen ihre erste Partie im FIDE Weltcup 2025
- Tag 3: 12-Year-Old Oro Among 20 Winners In Tiebreaks
- Tag 2: Ohne Umweg zur 2. Runde: Deutsche GMs überzeugen beim Weltcup
- Tag 1: Deutsche GMs starten stark in Runde 1 des FIDE Weltcup 2025
- 2025 FIDE World Cup Pairings, Venue Revealed
- Divya Among 6 Players Awarded World Cup Wildcard Spots; Firouzja Not In
